Sichern Sie eine lebendige Alster für Otter und Eisvogel!

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Projektpartner: Aktionsbündnis Lebendige Alster

Stadtteil: Poppenbüttel

So können Sie helfen

Der Fischotter, einst weit verbreitet, war in Deutschland fast ausgerottet. Sein dichter, warmer Pelz und seine Vorliebe für Fische wurden ihm zum Verhängnis: Fischer stellten ihm nach, Trophäenjäger erlegten ihn, Kürschner verarbeiteten sein Fell zu Mänteln und Mützen. Jahrhundertelang wurde er intensiv bejagt. In den letzten 150 Jahren kam noch die stets größer werdende Verdichtung und Zerstörung seines Lebensraums hinzu, die dem Fischotter zum Verhängnis wurde. Seit den 1980er-Jahren galt der Fischotter quasi als ausgestorben, heute steht er auf der roten Liste der gefährdeten Tierarten. Das Washingtoner Artenschutzabkommen gewährt ihm den höchsten Schutzstatus.

Viele Maßnahmen, unter anderem das Einrichten von einzelnen Rückzugsinseln in der Natur in den letzten 30 Jahren führten jedoch dazu, dass sich der Fischotter ganz langsam wieder in Deutschland ansiedelt. Wo er auftaucht, ist die Natur noch in Ordnung – oder endlich wieder.

Die Ufer bilden den wichtigen und sensiblen ökologischen Übergangsbereich zwischen Wasser- und Landlebensraum. Die Wurzeln der Bäume ragen ins Wasser und bilden Unterstände für die Fische, Uferröhricht bietet Versteck- und Brutmöglichkeiten für weitere Tiere, insbesondere den Fischotter. Selbst bei sehr schmalen Uferstreifen können Renaturierungen einen Lebensraum für Tiere  entscheidend verbessern. Die naturnahe Uferentwicklung ist daher ein wichtiger Baustein im Projekt „Lebendige Alster“. 

Auch der seltene Eisvogel war seit geraumer Zeit vom Aussterben bedroht. Denn saubere Teiche, naturnahe Bäche, genug Nahrung zum Leben und vor allem Ruhe sind die Komponenten für ein glückliches Eisvogelleben. Wenn diese fehlen, fehlt dem Vogel der Lebensraum. Wie soll er ein Nest bauen, wenn keine lehmigen oder sandigen Steilufer in einer ausgeräumten Landschaft zu finden sind? Aus diesem Grund gilt der Eisvogel mehr denn je als Indikator für klare, saubere Gewässer.

Durch die schrittweise Verbesserung der Gewässerqualität hat sich der Bestand etwas erholt. Eine Renaturierung der Alster unterstützt neben Nestbaumöglichkeiten auch das Nahrungsangebot des Eisvogels, denn dies wird durch Förderung der Artenvielfalt bei den Köcherfliegen erhöht.

Die geplanten Renaturierungsmaßnahmen zur Förderung des Schutzes von Fischotter, Eisvogel und vieler anderer Arten am „Wi mook dat!“-Aktionstag finden am Alsterlauf in Poppenbüttel statt. Es werden Strömungslenker und Strukturelemente aus Holz, Kies und Geröll in die Alster eingebracht, um so neue Lebensräume für Kleintiere, Fische, den Fischotter und für den Eisvogel zu schaffen. Die Alster kann so Stück für Stück gesunden und wieder ein qualitativ hochwertiger Lebensraum für gefährdete Arten werden.

Dieses Projekt ist offen für mehrere Teams aus verschiedenen Unternehmen.
Benötigte Helfer pro Unternehmen: mind. 10, max. 14 Helfer

 

 

Das Aktionsbündnis
Im Sommer 2011 starteten BUND, NABU und der Fischotterschutz das Kooperationsprojekt „Lebendige Alster“. Ziel dieses großen Projekts ist es, die Alster mit ihren Nebenbächen und Ufern zu renaturieren. Die Alster war jahrzehntelang einem hohen Nutzungsdruck ausgesetzt, wurde vorwiegend auf seine Entwässerungsfunktion reduziert und entsprechend betoniert und verbaut. Eine naturnahe Neugestaltung soll neuen Lebensraum für Tiere und Pflanzen schaffen, die übermäßige Sandfracht im Wasser verringern und die Alster und Nebenflüsse für Fische und andere Tiere durchgängig gestalten. Mehr Informationen zum Projekt finden Sie auch hier: Lebendige Alster